Fee vom Goloturm
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GESUNDHEITSVORSORGE:
Normalerweise erfolgt in der achten bis zwölften Lebenswoche die Grundimmunisierung der Katze gegen Katzenschnupfen, FeLV, Tollwut und Katzenseuche. Katzenschnupfen ist dabei eine Viruserkrankung und kann durch unterschiedliche Erreger ausgelöst werden. Einher geht diese gefährliche Krankheit mit der Erkrankung der Atemwege und der Schleimhäute. Katzenschnupfen wird von Tier zu Tier übertragen, weshalb gerade Freigänger unbedingt einen Impfschutz benötigen. Die Abkürzung FeLV steht für Felines Leukämie Virus. Die Infektionskrankheit wird ebenfalls durch andere Tiere weitergegeben. Das tückische ist die lange Inkubationszeit: Die infizierten Tiere können nach Ansteckung Monate und sogar Jahre weiter leben, ohne dass man ihnen die Krankheit und somit auch das Infektionsrisiko für andere Katzen ansieht. Dennoch ist diese Krankheit sehr gefährlich und kann früher oder später tödlich verlaufen. Bei der Katzenseuche schließlich handelt es sich um eine Viruserkrankung, die einhergeht mit Fieber, Erbrechen, blutigem Durchfall und zumeist zum Tode führt. Die Katzenseucheviren sind sehr widerstandsfähig und überleben auch in der freien Natur, sodass sie auch durch den Menschen in die Wohnung getragen werden und dort die Tiere befallen können. Ab der 16. Lebenswoche kann zudem die Grundimmunisierung gegen FIP erfolgen. FIP steht dabei für Feline Infektiöse Peritonitis – eine Bauchfellentzündung, die nur Katzen bekommen können. Auch diese Krankheit verläuft tödlich. Sollte Sie eine Katze aufgenommen haben, die schon etwas älter ist und zuvor nicht geimpft wurde – zum Beispiel wenn sie auf einem Bauernhof aufgewachsen ist – kann man diese Grundimmunisierung auch noch im höheren Alter nachholen. Die Katze sollte sich aber zunächst bei Ihnen Zuhause eingewöhnt haben, bevor sie mit ihr zum Impfen gehen. Die Impfungen gegen Katzenschnupfen, Tollwut, FeLV und FIP müssen jährlich aufgefrischt werden, während gegen Katzenseuche alle zwei Jahre geimpft werden muss.
Je nach Tierarzt kann es auch sein, dass zu Beginn häufiger geimpft wird, um eine Grundimmunisierung zu erreichen und Auffrischungsimpfungen dann nur alle zwei bis drei Jahre erfolgen müssen. Hier befragen Sie am besten Ihren Tierarzt
KASTRATION:
Die Kastration von Katzen kann in einem Alter ab sechs Monaten durchgeführt werden. Es ist zum Beispiel ratsam, vor allem Kater, die Freigang bekommen, zu kastrieren. Sie leben unkastriert einfach zu gefährlich, da sie, wenn sie ein rolliges Weibchen riechen, schnell in Rage geraten und nicht auf heranfahrende Autos achten, sondern direkt ihrer Nase folgen und losrennen.
Zudem wird auch in der Wohnung das Zusammenleben mit den Tieren einfacher, wenn sie kastriert sind. Kater setzten nämlich, wenn sie unkastriert sind, für den Menschen unerträglich riechende Duftmarken ab. Auch rollige weibliche Katzen hinterlassen Duftspuren. Dieses ist nach der Kastration nicht mehr der Fall und die Tiere werden zusätzlich meist ruhiger und verhalten sich seltener aggressiv gegenüber Artgenossen.
Die Kastration von Katzen ist eine Routineoperation.